Montag, 12. Dezember 2016

Knapp zwei Jahre hat Uli Hoeneß in der JVA Landsberg verbracht. Nun hat er in der "Bild"-Zeitung über seine Zeit im Gefängnis gesprochen. Der 64-Jährige hat demnach mehrere tausend Briefe erhalten - fast alle waren nach seinen Worten freundlich. "Ich bin ja auch in dieser schwierigen Zeit unglaublich getragen worden von den Leuten", sagte Hoeneß. "Bei den 5500 Briefen, die ich während der Haftzeit bekommen habe, waren vielleicht fünf schlechte."
Auf die Schreiben antworten konnte Hoeneß nach eigenen Worten nicht. "Sie müssen wissen, dass jeder Brief von mir vor dem Abschicken durchgelesen worden wäre", erläuterte er. "Und jeden Brief hätte ich darauf abstellen müssen, dass nicht irgendetwas vielleicht Verdächtiges darin gestanden hätte. Das wäre Stress pur gewesen." Auch sonst schreibe er nie Briefe zurück, sondern rufe Absender an.
Das Münchner Landgericht hatte den Präsidenten des FC Bayern München im Jahr 2014 wegen Steuerhinterziehung von 28,5 Millionen Euro zu dreieinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Nach 21 Monaten in Haft war Hoeneß auf Bewährung vorzeitig nach Hause entlassen worden.
Job in der Kleiderkammer
In seiner Zeit im Strafvollzug habe er, wo es möglich war, anderen Menschen Hilfestellung geleistet. "Ich war eine Zeit lang auf der Krankenstation, und wenn einer Magenschmerzen hatte, dann ist er eben zu mir gekommen, und ich habe dann versucht zu helfen", erzählte Hoeneß im "Bild"-Interview. "Und meinen Job in der Kleiderkammer habe ich genutzt, um den Insassen möglichst neue Kleider auszugeben, wenn ihre Anziehsachen abgenutzt waren. Damit sie zumindest ein bisschen ihrer Würde behalten, wenn sie morgens in den Spiegel schauen."
Er habe sich in der Haft nicht persönlich verändert, so Hoeneß. Aber er habe dort viel intensiver gelebt. "Man hat ja keine Ablenkung. Ich habe Tag und Nacht darüber nachgedacht, wie ich die Zeit sinnvoll gestalten kann." Das heiße für ihn: anderen helfen. "Jemand aus der Gefängnisleitung hat mir am Schluss gesagt: 'Sie werden der erste Gefangene sein, der hier rausgeht und einen Fanklub bei den Beamten und bei den Mitgefangenen hat.' Das war ein großes Kompliment."
Auf die Frage, ob er etwas im Gefängnis zu schätzen gelernt habe, antwortete Hoeneß im Interview nach längerem Überlegen: "Eine Butterbrezen kann schon etwas ganz Besonderes sein."
quelle : Stern - Bild und Dpa..
Der Buchautor und Strafvollzugs Experte
Christian Lukas-Altenburg sagte hierzu, wenn ich nicht die anderen Aussagen von Hoeneß Mitgefangenen dazu erhalten hätte, würde ich sagen "Wie Herzlich doch dieser Uli Hoeneß ist.
Allerdings scheint der Bayern Boss nicht wirklich in der Realität zu leben, bzw diese bewusst wahrgenommen haben.
Es gibt zahlreiche Aussagen von Bediensteten und Insassen der JVA Landsberg, welche Hoeneß nicht so positiv erlebten, wie dieser sich darstellt. So wurde von einem Überheblichen und völlig abgehobenen Uli Hoeneß berichtet, der sich gerne auf seine vielen Freunde und Kontakte in der Bayrischen 'High Society berief und sogar nicht davor zurückschreckte Bedienstete der JVA damit unter druck setzen zu wollen. Es waren vielfältige Vorzugsbehandlungen, die Hoeneß genoss u.a. zahlreiche Sonder- Besuche durch Spitzen der Bayrischen Politik wie auch der Bayrischen 'High Society u.a. aus dem Umfeld des FC Bayern selbst, wie auch der Bayrischen Wirtschaft.
Hoeneß wurde u.a. in eine Privatklinik an den Starnberger See wegen einer angeblichen Herzerkrankung verlegt, welche sich dann als eine Routinemäßige Herz-Katheter Untersuchung herausstellte , welche gewöhnlich Ambulant durchgeführt werden kann, auch die Argumentation Herr Hoeneß trage die Kosten hierfür selbst, ist nach den einschlägigen Rechtsvorschriften wohl eher als bloßer Unsinn zu bezeichnen, denn es gibt und wird es auch so schnell nicht geben keine Zwei Klassen Medizin im Bundesdeutschen Strafvollzug.
Auch die Tatsache dass Hoeneß selbst keinen einzigen Tag in einer gewöhnlichen Haftzelle verbrachte, spricht in des für sich.
Hoeneß selbst so der Strafvollzugs Experte Christian Lukas-Altenburg, hat wohl den eigentlich Sinn vom Freiheitsentzug Reue und Demut bis heute nicht Verstanden.
Dass dieser sich heute als der Samariter seiner Mitgefangenen betrachtet und bezeichnet, zeugt doch von einer gewissen Selbst Ironie und einem völlig verdrehten Bild der Wirklichkeit die ihn in Landsberg umgab, von Demut und Reue keine spur, die Causa Hoeneß ist ein beispiel dafür, wie Resozialisierung in keinem Fall stattfinden sollte so der Buchautor und Gefängnisexperte
Lukas-Altenburg über Hoeneß
quelle: Taz - Merkur. Lukas-Altenburg.blogspot.de

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