Donnerstag, 13. Oktober 2016



Wir müssen Resozialisierung neu denken. Vor allem für die zu Ersatz- und Freiheitsstrafen bis zu einem Jahr verurteilten Straftäter (derzeit etwa 40 Prozent) sollten und können die schädlichen Folgen des Gefängnissystems vermieden werden. Für diese Täter bewirken ambulante Maßnahmen wie gemeinnützige Arbeit oder Bewährungshilfe weitaus mehr Erfolge. Und bei den zu längeren Freiheitsstrafen Verurteilten können größere Erfolge nur bei Verzahnung und Kooperation der Maßnahmen im Vollzug und nach der Entlassung erreicht werden. Rückfallquoten sind erwiesenermaßen von 90 auf 32,8 Prozent oder von 52,5 auf 13 Prozent zurückgegangen, wenn während der Haft begonnene Qualifizierungs- und Trainingsmaßnahmen nach der Entlassung fortgesetzt und mit intensiver Einzelbetreuung - einschließlich sozialer Kontrolle - verbunden wurden, so der Rechtsexperte Bernd Maelicke, 75, ist Honorarprofessor an der Leuphana-Universität Lüneburg. Er war bis 2005 Abteilungsleiter im Justizministerium Schleswig-Holstein und zuständig für die Reform des Strafvollzugs
Diese Einschätzung ist absolut richtig aber besteht leider nur auf dem Papier der Föderalen Länderjustiz, so der Strafvollzugs und Strafvollstreckungs Experte Christian Lukas-Altenburg.
Lukas-Altenburg ist einer der wenigen Strafvollzugs Experten in Deutschland und zählt zu einen der wenigen Kennern der Materie Strafvollstreckung und Strafvollzug / Sicherungsunterbringung.
Wir brauchen keinen Föderalen Flickenteppich aus Rechts und Verwaltungsvorschriften, sondern Bundeseinheitliche Konzepte zur Resozialisierung und Wiedereingliederung, so der Rechtsexperte Christian Lukas-Altenburg.
Der Deutsche Strafvollzug ist 2016 nur noch ein Schrottreifes System, dass um die Selbsterhaltung ringt, so Lukas-Altenburg
Vorfälle wie jetzt gerade erst in Leipzig zeugen vom desolaten Zustand dieses Strafvollzuges und lassen erahnen wie schlecht es um diesen wirklich bestellt ist.
Die Aussage des Leipziger Anstaltsleiter man konnte ja nicht ahnen das ein Selbstmordattentäter einen Suizid in der Haft vornehmen würde, ist dann doch nur noch das schön reden Ständigen eigenen Versagens. Christian Lukas-Altenburg verwies gegenüber dem Hessischen Rundfunk auf die Tatsache das alleine schon das Wissen oder die Vermutung das der Syrische Terror Verdächtige ein Selbstmordattentat plante deutlich machte das dieser Suizidgefährdet ist.

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