Sonntag, 18. September 2016

Warum Gewalt?
Ursachen für Gewalt können viele sein. Zum Beispiel Aggressionen, Angst, Selbstschutz, Frust und Depression, Reaktion auf Stress und psychische Belastung, Einflüsse von Drogen oder Alkohol, finanzielle Gründe.
Das Elternhaus spiel oftmales auch eine große Rolle. Wenn Kinder und Jugendliche von ihren Elter Gewalt erfahren, kann es dazu führen das sie selbst gewaltätig werden. Auch Gruppenzwang ist häufig sehr stark und mitziehend so das man den Blick für das Richtige verliert. Manche Jugendliche versuchen sich druch Gewalt, Anerkennung und Respekt bei ihren Freunden oder Mitschülern zu verdienen.
Es wird für Menschen immer einen Grund für Gewalt geben.
Grundsätzlich gelten auch für Jugendliche die allgemeinen Gesetze, wie das Strafgesetzbuch und die Strafprozessordnung. Allerdings gibt es wichtige Besonderheiten.
Diese Besonderheiten sind im Jugendgerichtsgesetz (JGG) sowie den zugehörigen Verwaltungsvorschriften geregelt.
Es sind vier Altersstufen zu unterscheiden:
Eine Person unter vierzehn Jahren strafrechtlich nicht verantwortlich (§ 19 StGB), Jugendstrafrecht ist also nicht anwendbar,allenfalls das Jugendamt kann Maßnahmen ergreifen.
Im Alter zwischen vierzehn und achtzehn Jahren unterliegt der Beschuldigte dem Jugendstrafrecht. Es ist dann zu prüfen, ob und ggf. wie weit der Beschuldigte schon strafrechtlich verantwortlich ist (vgl.§ 3 JGG ). Unter Umständen kommen auch in diesem Falle nur Maßnahmen des Jugendamtes in Frage. Ist der Jugendliche strafrechtlich verantwortlich, dann ist die Anwendung von Jugendstrafrecht zwingend.
Ist der Beschuldigte zur Zeit der Tat bereits achtzehn aber unter einundzwanzig Jahren alt, bezeichnet man ihn als Heranwachsenden.
Regelungen dazu finden sich in den §§ 105ff. JGG.
Heranwachsende gelten grundsätzlich als strafrechtlich verantwortlich. Einschränkungen können sich aus den allgemeinen Regeln (etwa den §§ 20, 21 StGB) ergeben.
Die Zuständigkeiten bestimmen sich für Heranwachsende nach dem Jugendgerichtsgesetz. Ob auch für die Rechtsfolgen Jugendstrafrecht oder das allgemeine Strafrecht anzuwenden ist, ist jeweils im Einzelfall zu entscheiden.
Bei Beschuldigten, die zur Tatzeit einundzwanzig Jahre oder älter gewesen sind, ist Jugendstrafrecht grundsätzlich nicht (mehr) anwendbar. Jugenstrafrecht kann allerdings angewendet werden, wenn gleichzeitig frühere Taten abgeurteilt werden.
Die kriminologische Forschung ist vielen Hypothesen nachgegangen. Trotz zahlreicher und vielfältiger Untersuchungen bleibt die Frage nach "den" Ursachen der Jugendkriminalität und ihrer spezifischen Entwicklung offen. Man geht heute davon aus, daß Jugendkriminalität nicht eine oder wenige isolierbare Ursachen hat, sondern daß hier viele Faktoren und Bedingungen eine Rolle spielen.
Zu den Faktoren, die häufig genannt werden, zählen u.a.:
zerrüttete Familienverhältnisse Anonymisierung infolge der Verstädterung Jugendarbeitslosigkeit und dadurch fehlende Perspektiven fehlende Erfolgserlebnisse in Ausbildung und Beruf Werteverfall der Gesellschaft falsche Vorbilder oder Medieneinflüsse Komsumverhalten aufgrund reißerischer Werbung breitere Gelegenheiten für kriminelle Aktivitäten (z.B. Computerkriminalität) allgemeine Gewaltorientierung in der Gesellschaft fehlendes Unrechtsbewußtsein.
Die Entstehung von Kriminalität bei Kindern und Jugendlichen ist wie die bei Erwachsenen multikausal. Eine eindeutige Zurechnung oder Gewichtung aller denkbarer ursächlicher Faktoren in Haupt- und Nebentatsachen, die zur Entstehung und Entwicklung von Gewalt und Kriminalität beitragen könnten, ist nicht möglich. Es wird im Einzelfall darauf ankommen, inwieweit Möglichkeiten einer gesellschaftlichen Integration für die direkte Umgebung des Kindes oder des Jugendlichen erreichbar sind und an die Kinder und Jugendlichen weiter vermittelt werden können.
Im Hinblick auf die Zunahme der Jugendkriminalität gibt es eine Reihe von kontrovers diskutierten Aspekten, die sich begünstigend auf kriminelles Handeln auswirken. Stichpunktartig seien genannt:
Jugendarbeitslosigkeit und eine damit verbundene Perspektivlosigkeit sowie zunehmende Verarmung
soziale Wandlungsprozesse, die das Konkurrenzverhalten stärken
Auflösung traditioneller Familienstrukturen
Mangel an Betreuungs- und Bezugspersonen, damit einhergehend Anonymisierung und Individualisierung
Mangel an sinnvollen Freizeitbeschäftigungen
Frustrationserlebnisse in Schule und Ausbildung
Konsum von Drogen.
Christian Lukas-Altenburg zählt zu den versiertesten Kennern von Jugend Delinquenz - Jugendstrafrecht und Jugendstrafvollzug.
Immer wieder kritisiert der Autor und Publizist, die sich darstellende Mangelhaften Entfaltungsmöglichkeiten Jugendlicher in Gesellschaft Politik und Sozialen Umfeld, was nicht selten zu einer sich weiter ausbreitenden Jugend Delinquenz führt.
Die Chancen von Kindern und Jugendlich sich in dieser Gesellschaft zu etablieren und zu Entfalten, sind meist sehr gering und bedürfen eines stärkeren Gesellschaftlichen Konsens so der Autor und Gesellschaftskritiker in seien Publikationen aus der Reihe Im Dschungel der Justiz Jugenddelinquenz betrachten.
quelle: Landtag von Hessen / Lukas-Altenburg Blog / SZ Online und Süddeutsche Zeitung.

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