Sonntag, 11. September 2016

Am 21. September 1954 bei der 9. Vollversammlung der Vereinten Nationen wird der Vorschlag für einen Weltkindertag gemacht. Die Mitgliedsstaaten richten einen weltweiten Kindertag ein. Drei Ziele werden damit verfolgt:
Einsatz für die Rechte der Kinder
Förderung der Freundschaft unter den Kindern und Jugendlichen
Einmal im Jahr sollen sich die Regierungen öffentlich verpflichten, die Arbeit des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF zu unterstützen.
Die Idee zum „Universal Children’s Day“ ist damit geboren und bereits ein Jahr später beteiligen sich 40 Länder daran. Heute wird der Weltkindertag in mehr als 145 Staaten begangen. In Deutschland findet der Weltkindertag immer am 20.September statt
Ein einziger Tag des Nachdenken über die Situation von Kindern in diesem Land? Ein einziger Tag der Gesellschaftliches Versagen offen legt und immer wieder die Sophistisch Politischen Phrasen von Kinder sind unsere Zukunft ?
Kinderarmut in Deutschland einem der Reichsten Nationen dieser Erde und immerwährende Frage nach dem weshalb?
Unsere Gesellschaft befindet sich am Rande eines Abgrundes und tut nichts diese Abgrund zu entgehen, schlicht nur weiter so ohne Sinn und Verstand, zum Wohle einer immer kälter werdenden Industrialisierung in dem die Gewinnmaximierung vor dem Wohl unserer Kinder steht.
Anfang der 60er Jahre sind die Jahre des rasant wachsenden Wirtschaftswunders vorbei. In Deutschland herrscht Hochkonjunktur und weil alles wächst, es aber nicht genügend Arbeitskräfte gibt, holt man sich „Gastarbeiter“ ins Land. Es kommen – zunächst – Männer ohne ihre Familien.
In Deutschland breitet sich weiter Wohlstand aus. Allerdings profitieren bereits zu diesem Zeitpunkt nicht alle davon: 1,8% der Kinder in Deutschland leben in Armut, dass heißt der Familie stehen weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommen zur Verfügung. Im Jahr 1963 sind das – laut Statistik - 369.157 Kinder in Armutsverhältnissen
Die Armut von Kindern spielt sich auf sehr unterschiedlichen Niveaus ab. In der so genannten Dritten Welt sind Kinder am Verhungern. In den westlichen Industrieländern schlägt sich Kinderarmut anders nieder: als finanzielle, soziale und emotionale sowie kulturelle Armut. Die Armut wirkt sich vor allem in eklatanter Weise auf die Biografien solcher Kinder aus.
Mutter Theresa
In Indien erhält MUTTER TERESA (bürgerlich Agnes Gonxha Bojaxhiu) den Friedensnobelpreis: für ihren Einsatz für Waisen, Kranke und Sterbende. Ihr spezielles Engagement liegt bei der Betreuung von Leprakranken. In Deutschland ist Kinderarmut kein öffentliches Thema
1963 lebten 1,8% der deutschen Kinder in Armut. Knapp 25 Jahre später sind es bereits 5,6% - dies betrifft jetzt 862.285 Kinder
In wenigen Jahren (seit 1986) hat sich die Lebenssituation von vielen Kindern erneut dramatisch verändert. Jetzt lebt bereits jedes elfte Kind unter sieben Jahren in einem Sozialhilfehaushalt. 1965 war es nur etwa jedes 75. Kind. In Zahlen: 9,1 % der Kinder in Deutschland leben in Armut: rund 1,4 Millionen Kinder unter 18 Jahren
Ein leichter Rückgang der Kinderarmut: es betrifft nur noch 8,5 % bzw. 1.335.629 Kinder
Die Kinderarmut nimmt wieder zu: 10,1 % der Kinder in Deutschland leben in Armut, dies entspricht 1.599.882, also rund 1,6 Millionen Kindern
Das Hamburger Abendblatt beschäftigt sich mit dem Thema: „Immer mehr Schulkinder hungern“. Mehr als 50 Prozent der Hamburger Schüler sind in einem so schlechten Ernährungszustand, dass sie gesundheitliche Probleme bzw. körperliche Entwicklungsrückstände aufweisen
9,5 %der Kinder in Deutschland leben in Armut, dies entspricht knapp 1,5 Millionen. In Berlin leben 16,2 Prozent aller Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren von Sozialhilfe
„Hunger und Einsamkeit - Kinderarmut in Deutschland“: Rund zwei Millionen Kinder in Deutschland hungern. Sie haben Anspruch auf Sozialleistungen, diese reichen aber nicht aus, konstatiert die Autorin Gabriele PROBST
Die Hans-Böckler-Stiftung stellt eine Untersuchung auf regionaler Ebene vor, inwiefern die relative Einkommensarmut von Kindern zu schlechten Lebensbedingungen führt. Ergebnis 1: Deutschlandweit gibt es erhebliche Unterschiede. Hier geht es zur Studie
Und hier gibt es das Bild einer Karte, die direkt mit der interaktiven Deutschlandkarte zur Kinderarmut dieser Studie verlinkt ist (siehe rechts). Ergebnis 2:
Es sind die neuesten Daten und Informationen, die alle bisherigen Untersuchungen bestätigen, z.B. jene des Kinderhilfswerks: Deutschland ist kein besonders kinderfreundliches Land.
Die sog. Armutsrisikoquote liegt bei knapp 19% (Daten für 2012).
Deutschland: ein Wohlstandsland mit Zukunft?
Kay BIESEL erforscht die Arbeit von Jugendämtern und beschäftigt sich mit der Frage, welche Fehlerkultur es geben müsste, um solche Desaster in Zukunft zu verhindern. Die Aufgabenbereiche in den Jugendämtern seien nicht klar definiert – desweiteren gäbe es zu viele Fälle bei zu wenig Zeit und zu geringem Budget.
Für die Forschung arbeitet er mit den Jugendämtern Schwerin, welches als Negativbeispiel gilt und Dormagen, welches die Arbeit im Kinderschutz mit Hilfe eines neuen Modells positiv umsetzt, zusammen. Beim „Dormagener Modell“ wird vorbeugende und multiprofessionelle Netzwerkarbeit geleistet. Die betroffenen Familien werden nicht stigmatisiert, sondern steht das Wohl der Kinder, Eltern und Gesellschaft im Vordergrund. Außerdem will die Stadt allen Familien Zugang zu Hilfen und Informationen verschaffen.
Laut BIESEL befinden sich sämtliche soziale Institutionen derzeit im Umbruch, aber geändert hat sich hinsichtlich der sich darstellenden Kinderarmut in Deutschland seit langen nichts und es bleibt nochmals die Frage, wie kann es sein dass es in einem der Reichsten Industrienationen dieser Erde überhaupt Kinderarmut geben kann ?
Der Autor und Publizist Christian Lukas-Altenburg brachte es auf den Punkt, als er sagte unsere Gesellschaft ist längst in den Abgrund von Ignoranz und Gleichgültigkeit gestürzt und wundert sich auch noch über zunehmende Kinder und Jugendkriminalität.
quelle: BR - HR - Süddeutsche Zeitung - Lukas-Altenburg Blog

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