Freitag, 25. Dezember 2015

Hinsichtlich des Wunsches von Uli Hoeneß bereits zum Zeitpunkt der Halbstrafe aus der Freiheitsstrafe von 3 Jahren 6 Monaten entlassen zu werden, gibt es nun auch die Gründe welche von seinen Anwälten in deren Antrag an die zuständige Strafvollstreckung vorgetragen wurden.
Es wird i besonderen darauf verwiesen, das Hoeneß bereits vor Strafantritt den von ihm verursachten Schaden ausgeglichen habe und es einen positiven Vollzugsverlauf gäbe, auch seine angeschlagene Gesundheit "Bluthochdruck und Herz-Kreislaufprobleme wurden mit angeführt.
Beachte man aber den Gesetzestext aus den Rechtsvorschriften des §57 Abs 2 Satz 2 StGB dürfte dies nicht ausreichen eine vorzeitige Entlassung bereits zum Zeitpunkt der Halbstrafe zu begründen, darin heißt es Wörtlich,
Eine vorzeitige Entlassung ist möglich (2) Schon nach Verbüßung der Hälfte einer zeitigen Freiheitsstrafe, mindestens jedoch von sechs Monaten, kann das Gericht die Vollstreckung des Restes zur Bewährung aussetzen, wenn 1.die verurteilte Person erstmals eine Freiheitsstrafe verbüßt und diese zwei Jahre nicht übersteigt oder 2.die Gesamtwürdigung von Tat, Persönlichkeit der verurteilten Person und ihrer Entwicklung während des Strafvollzugs ergibt, dass besondere Umstände vorliegen,
Wie bekannt wurde Hoeneß aber zu 3 !/2 Freiheitsstrafe Verurteilt, so dass er außerhalb der gesetzlichen Vorschriften liegt und dann besondere Umstände vorliegen müssen.
Das er bereits vor Haftantritt seine Steuerschulden beglichen habe, begründet aber keineswegs besondere Umstände, so dass dann die Frage aufkommt, worin diese denn zu finden seien.
Hinsichtlich der Verfassungsrechtlichen Gleichbehandlung vor dem Gesetz, wäre also die Strafvollstreckungskammer des zuständigen Landgericht angehalten, den Halbstrafenantrag abzulehnen und zurückzuweisen.
Es bleibt abzuwarten, zu welcher Einschätzung die Kammer kommen wird, ist aber wohl zu befürchten, dass Hoeneß wieder eine Vorzugsbehandlung erfahren wird, was dann im Sinne der Rechtsstaatlichkeit schwer der Bevölkerung zu vermitteln ist.
Hoeneß wäre gut beraten, auf die Entlassung zum Zeitpunkt zum Zeitpunkt der Halbstrafe zu verzichten und sich auf eine Vorzeitige Entlassung zum 2/3 Zeitpunkt zu konzentrieren.
Der Beieschmack der ständigen Bevorzugung, wird dann etwas gemildert und er täte gut daran sein Amigo Image los zu werden.
Dem Autor liegt eine auszugsweise Abschrift des Antrages von Uli Hoeneß zur bedingten Entlassung bereits zum Zeitpunkt der Halbstrafe vor und bewertet diesen als unzureichend und nicht genügend um den Rechtsvorschriften des §57 Abs.2 Satz 2. StB auch nur ansatzweise zu genügen.

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