Samstag, 4. April 2015


Jugendstrafvollzug ist für die Straftaten junger Menschen zuständig, auf welche mit Verhängung von Jugendstrafe ohne Bewährung reagiert wird. Dieser Anteil umfasst lediglich 6,7 Prozent aller jugendrichterlichen Verurteilungen.
Jugendstrafe bezeichnet die zwangsweise Fremdunterbringung eines rechtskräftig dazu verurteilten jungen Straftäters in einer für diese Form der Strafvollstreckung vorgesehenen, in der Regel besonders gesicherten Einrichtung der Justiz.
Das Jugendgerichtsgesetz (JGG) als Rechtsgrundlage der Verhängung von Jugendstrafe definiert diese als "Freiheitsentzug in einer für ihren Vollzug vorgesehenen Einrichtung".
Werden diese Einrichtungen umgangssprachlich auch "Gefängnis" oder "Jugendgefängnis" genannt, so lautet die offizielle Bezeichnung "Justizvollzugsanstalt", auch "Jugendanstalt" (Niedersachsen) oder "Jugendstrafanstalt" (Rheinland-Pfalz). 1912 wurde in Wittlich an der Mosel die erste deutsche Jugendstrafanstalt errichtet. Obwohl der Erwachsenenstrafvollzug schon 1977 durch das Strafvollzugsgesetz auf eine rechtliche Basis gestellt wurde, regelten über mehr als drei Jahrzehnte hinweg lediglich die "Bundeseinheitlichen Verwaltungsvorschriften für den Jugendstrafvollzug" (VVJug) den Vollzug der Jugendstrafe - ein im Prinzip unhaltbarer, da gesetzloser Zustand.
Dieser wurde erst durch ein wegweisendes Urteil des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG) vom 31. Mai 2006 beendet. Zugrunde lagen zwei Verfassungsbeschwerden eines eine mehrjährige Jugendstrafe absitzenden Beschwerdeführers, welcher sich gegen die Kontrolle seiner Post sowie verschiedene Disziplinarmaßnahmen zur Wehr setzte.
Das BVerfG formulierte in seinem Urteil eindeutig, dass das Vollzugsziel darauf ausgerichtet sein muss, dem jungen Inhaftierten künftig ein straffreies Leben in Freiheit und damit soziale Integration zu ermöglichen. Begründet wird dies mit dem Gebot der Achtung der Menschenwürde. Auch straffällig gewordene (junge) Menschen seien nicht als bloße Objekte staatlicher Erziehungsbemühungen anzusehen, sondern stets als Subjekte mit eigenen Rechten.

Ziel des Vollzugs der Jugendstrafe ist insoweit allein die Legalbewährung, ein Leben ohne Straftaten, welches durch geeignete Angebote der Integrationsförderung erreicht werden soll. Dass der Jugendstrafvollzug ein nicht unproblematischer Ort zur Umsetzung dieses Ziels ist, zeigt schon der Hinweis des Verfassungsgerichtes, wonach gesetzliche Vorkehrungen dafür getroffen werden müssen, dass "innerhalb der Anstalten einerseits Kontakte, die dem positiven sozialen Lernen dienen können, aufgebaut und nicht unnötig beschränkt werden, andererseits die Gefangenen vor wechselseitigen Übergriffen geschützt sind" Die Gesetzgebungskompetenz für den Strafvollzug und damit auch für den Jugendvollzug wurde im Rahmen der Föderalismusreform mit Wirkung vom 1. September 2006 vom Bund auf die Länder übertragen. Zum 1. Januar 2008 regelten die Bundesländer Bayern, Hamburg und Niedersachsen den Jugendstrafvollzug als Teilgebiet innerhalb eines allgemeinen Strafvollzugsgesetzes. Die übrigen Bundesländer legten eigene Jugendstrafvollzugsgesetze vor
Diese bzw. die gesonderten Abschnitte für den Jugendstrafvollzug in den einheitlichen Strafvollzugsgesetzen regeln allein den Vollzug der Jugendstrafe. Für freiheitsentziehende Maßregeln der Besserung und Sicherung, Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus sowie in einer Entziehungsanstalt gelten die Maßregelvollzugsgesetze der Bundesländer.

Die mehrfach Prämierte Buchreihe Im Dschungel der Justiz
geht im verschiedenen Bänden, ganz gezielt auf die Problematik von Jugend Delinquenz ein und beleuchtet dabei sehr Kritisch,
das Handeln und agieren der Verantwortlichen in der Politik wie auch der Justiz selbst. Deckt eine Vielzahl von mangelnder Kompetenz und zum teil sehr bedenklichen Handeln selbst auf.

Christian Lukas-Altenburg, zählt zu einem der wenigen Experten in diesem Bereich der Justiz und zieht in allen seinen Publikationen, im besonderen auf das vorhandene Gesellschaftliche Versagen. Lukas-Altenburg besticht in seinen Ausführungen, mit einer klaren und Verständlichen Sprache, welche sehr direkt auch Mängel und fehlende Empathie im Umgang mit Straffällig gewordenen Jugendlichen weist.

Für das Jahresende 2015 ist unter andrem eine TV Produktion zur Thematik Jugend Delinquenz / Jugendkriminalität und der Ursachen vorgesehen, an der Lukas-Altenburg als Berater und Themen Experte vor wie auch hinter der Kamera teilnehmen wird
Infos hierzu wird es dann auch auf allen Lukas-Altenburg Webseiten geben.

Im Dschungel der Justiz 9
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