Sonntag, 1. März 2015

Überall auf der Welt erheben sich die Menschen gegen totalitäre Regime, Diktatoren und Scheindemokratien. Sie gehen auf die Straße, demonstrieren, kämpfen und setzen ihr Leben aufs Spiel für Gleichberechtigung, Meinungsfreiheit, Mitbestimmung und viele weitere Ideale die für uns Menschen in Europa längst als selbstverständlich angesehen werden. Die Medien berichten vom Bürgerkrieg in Syrien,den Gräueltaten der IS der Inhaftierung kritischer Musikerinnen in Russland und der eingeschränkten Presse- und Meinungsfreiheit, sowie Menschenrechtsverletzungen in China oder in Nordkorea.
Diese Fälle stellen jedoch nur einen winzigen Bruchteil des Unrechts dar, das vielen Menschen auf der ganzen Welt Tag für Tag durch ihre Regierungen widerfährt.
Umso mehr müssten wir Menschen in Europa uns glücklich schätzen von Volksvertretern regiert zu werden, welche wir selbst wählen und, für den Fall dass sie uns nicht mehr passen, wieder abwählen können. Wenn man sieht, mit welcher Opferbereitschaft und Verbissenheit die Menschen anderswo für die Werte der Demokratie kämpfen, könnte man annehmen, dass jeder Bürger von Natur aus bestrebt ist seine Meinung zu äußern, an wichtigen Entscheidungen , direkt oder indirekt teilzuhaben und somit seine Umwelt und deren zukünftige Entwicklung aktiv mitzugestalten.
Der Mehrheit der Bürger in Deutschland und Europa scheint dieses Bedürfnis abhanden gekommen zu sein.
Die Wahlbeteiligungen, sowie das allgemeine politische und gesellschaftliche Engagement sind seit langem rückläufig.
Viele Deutsche wissen nicht einmal über die unterschiedliche Bedeutung von Erst- und Zweitstimme, geschweige denn, dass sie die Funktionsweise des deutschen Wahlsystems verstehen. (Was angesichts dessen Komplexität auch niemanden zu verübeln ist.)
Am meisten schaden jedoch nicht diejenigen der Demokratie, welche, aus welchen Gründen auch immer, von ihrem Wahlrecht keinen Gebrauch machen, sondern diejenigen, welche zwar die Errungenschaften von Mitbestimmung und Meinungsfreiheit nutzen, dabei jedoch außer Acht lassen, dass sie durch diese nicht nur weitreichende Rechte, sondern auch Pflichten besitzen.
Ganz gleich ob es sich um eine Wahl, eine öffentliche Meinungsäußerung oder ein Eingreifen in laufende Prozesse handelt, sofern man sich nicht vorher zumindest ein Minimum an Informationen aneignet, tut man sich und der Gesellschaft besser damit von seinen Rechten keinen Gebrauch zu machen.
Dies würde verhindern, dass immer wieder Parteien an die Regierung gelangen, die zwar nicht im Interesse des Volkes handeln, sich jedoch dafür sehr gut darauf verstehen mit manipulativen und unehrlichen Methoden die Mehrheit des Volkes glauben zu lassen sich für dessen Interessen einzusetzen.
Diese Politiker bzw. Parteien sind nicht schwer zu durchschauen- ein einfaches Hinschauen würde meistens bereits reichen.
Und doch kommt es immer wieder zu Regierungen,
welche neben ihren eigenen höchstens noch die Interessen
einer kleinen Klientel von Wohlhabenden und Mächtigen verfolgen, wobei die meisten Bürger dann meckern und wüten über die enttäuschende Politik der Regierung, anstatt sich darüber Gedanken zu machen wer diese Regierung gewählt hat und was daraus langfristig zu lernen ist.
Wir müssen uns unserer Pflichten bewusst werden wenn wir unsere hart erkämpften Rechte bewahren wollen.

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