Sonntag, 11. Januar 2015

Wir kämpfen nicht genug für unsere Werte
Wo das Risiko so allgegenwärtig daher kommt, wo die Sicherheiten schwinden, haben jene Gruppierungen wie Pegida am meisten Zulauf, die scheinbare Gewissheiten bieten. Die in der kalten Welt der Gegenwart eine heimelige Zuflucht bieten. Ob in der Religion oder in der nostalgischen Verklärung einer angeblich besseren Vergangenheit, in der noch Zucht und Ordnung herrschten und wo man einen Deutschen schon an seinem Aussehen erkennen konnte, nicht bloß an seinem Ausweis.

Genau aber hier versagen die politischen Parteien, versagt die schweigende Mehrheit der Gesellschaft. Weder vertreten wir in unserem Alltag offensiv die Ideen, die das Leben in einer westlichen Gesellschaft so lebenswert machen: die Freiheit des Einzelnen,
die Toleranz gegenüber Andersdenkenden, die Unabhängigkeit unserer Justiz, das komplexe System aus Checks-and-Balances unseres politischen Systems. Noch kämpfen wir dafür, dass diese Werte auch tatsächlich Realität werden oder bleiben, wo sie in Gefahr sind. Wie halbherzig der Versuch, ein aus dem Ruder laufendes Finanzsystem zu kontrollieren, wie nachlässig häufig der Umgang mit korrupten Amtsträgern in Politik und Wirtschaft, wie unentschieden die Versuche ein sich in Arm und Reich aufspaltendes Europa näher zusammenzubringen.

Denn wenn es uns gelänge, unsere Gesellschaft wieder ein wenig gerechter zu machen, würden die Risiken der Moderne vielleicht nicht geringer werden. Aber sie würden gleicher verteilt sein. Damit mag man nicht das Unbehagen all jener stillen, die islamistischen Ideen anhängen. Oder die sich nach einem germanischen Abendland sehnen. Aber je mehr Menschen wirklich teilhaben am Erfolg unserer Gesellschaft, umso weniger wollen ihre Grundlagen zerstören.

Der Respekt vor dem Menschen, seiner Nöte und Probleme, sollte uns alle bewegen, wieder mehr auf den Nächsten zu achten.
Foto: Wir kämpfen nicht genug für unsere Werte
Wo das Risiko so allgegenwärtig daher kommt, wo die Sicherheiten schwinden, haben jene Gruppierungen wie Pegida am meisten Zulauf, die scheinbare Gewissheiten bieten. Die in der kalten Welt der Gegenwart eine heimelige Zuflucht bieten. Ob in der Religion oder in der nostalgischen Verklärung einer angeblich besseren Vergangenheit, in der noch Zucht und Ordnung herrschten und wo man einen Deutschen schon an seinem Aussehen erkennen konnte, nicht bloß an seinem Ausweis.

Genau aber hier versagen die politischen Parteien, versagt die schweigende Mehrheit der Gesellschaft. Weder vertreten wir in unserem Alltag offensiv die Ideen, die das Leben in einer westlichen Gesellschaft so lebenswert machen: die Freiheit des Einzelnen, 
die Toleranz gegenüber Andersdenkenden, die Unabhängigkeit unserer Justiz, das komplexe System aus Checks-and-Balances unseres politischen Systems. Noch kämpfen wir dafür, dass diese Werte auch tatsächlich Realität werden oder bleiben, wo sie in Gefahr sind. Wie halbherzig der Versuch, ein aus dem Ruder laufendes Finanzsystem zu kontrollieren, wie nachlässig häufig der Umgang mit korrupten Amtsträgern in Politik und Wirtschaft, wie unentschieden die Versuche ein sich in Arm und Reich aufspaltendes Europa näher zusammenzubringen.

Denn wenn es uns gelänge, unsere Gesellschaft wieder ein wenig gerechter zu machen, würden die Risiken der Moderne vielleicht nicht geringer werden. Aber sie würden gleicher verteilt sein. Damit mag man nicht das Unbehagen all jener stillen, die islamistischen Ideen anhängen. Oder die sich nach einem germanischen Abendland sehnen. Aber je mehr Menschen wirklich teilhaben am Erfolg unserer Gesellschaft, umso weniger wollen ihre Grundlagen zerstören.

Der Respekt vor dem Menschen, seiner Nöte und Probleme, sollte uns alle bewegen, wieder mehr auf den Nächsten zu achten.

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