Sonntag, 12. Oktober 2014

Recht oder Gerechtigkeit II
oder Guten Morgen Bananenrepublik

In einem Artikel der Saarbrücker Zeitung vom 17.07.2014 stieß ich auf ein sehr Interessantes Interview.. Wenn ich mir angucke, dass Manager Schäden in Millionenhöhe verursachen und frei herumlaufen, sehe ich nicht ein, warum ich dann auf den kleinen Mann einhauen soll. Diese Worte eines ehemaligen Staatsanwaltes, hatten es in sich und er begann weiter zu erzählen.Nach nicht einmal zwei Jahren in seinem Wunschberuf warf David Jungbluth das Handtuch – ernüchtert und desillusioniert.

Er berichtet von „Amtsanmaßender Ignoranz“ und „respektlosem Umgang“ mit Bediensteten.
Er hat einen Eid auf die Verfassung abgelegt und als Richter auf Probe geschworen, sich an Recht und Gesetz zu halten. Der gebürtige Hesse David Jungbluth war im Saarland in seinem Wunschberuf, an der Rechtsprechung mitzuwirken, angekommen.

Nach nur einem Jahr und elf Monaten in der schwarzen Robe eines Staatsanwaltes und eines Zivilrichters am Landgericht warf er aber im Sommer 2013 frustriert das Handtuch. „Desillusionierend“ nennt der 36- jährige Jurist im Rückblick die Praxiserfahrungen, die er als Staatsanwalt und Richter im Saarland machen musste.

Er habe eine „lehrreiche Zeit“ bei der Saar-Justiz erlebt. Es sei allerdings „erschreckend“, wie wegen unglaublichen Zeitdrucks mit Verfahren umgegangen werde, hinter denen Schicksale stehen.

Jungbluth: „Es läuft vieles schief bei der Justiz“, die unter „Systemfehlern“ und Sparzwängen leide. „Es war kein Schnellschuss. Ich konnte das mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren,“ sagt Jungbluth heute über den Dreizeiler, mit dem er im Juli 2013 um die sofortige Aufhebung seines Dienstverhältnisses bei der damaligen Justizministerin Anke Rehlinger (SPD) bat und anschließend seine Koffer packte.

Im Gespräch mit der Saarbücker Zeitung betont der Jurist, der heute an den Universitäten in Mainz und Saarbrücken Studenten ausbildet, es gehe ihm nicht um persönliche Selbstdarstellung oder Profilierung, wenn er aus dem ernüchternden Alltag eines Richters oder Staatsanwaltes berichtet. In einer Fachzeitschrift erschien kürzlich seine persönliche Bilanz nach 23 Monaten bei der Saar-Justiz.Das Blatt veröffentlichte – leicht gekürzt einen Brief an Ministerin Rehlinger, in dem er auf 15 eng beschriebenen Seiten die Gründe für seinen Abschied erläutert.

Das ungekürzte Schreiben liegt der Saarbrücker Zeitung vor. Es liest sich wie die Anklage eines Insiders gegen die Justiz und die verantwortlichen Politiker.

hier erhältlich beide Bände der Reihe "Recht oder Gerechtigkeit"

Produktinformation
Recht oder Gerechtigkeit II: Guten Morgen Bananenrepublik

Recht oder Gerechtigkeit II: Guten Morgen Bananenrepublik
Von Christian Lukas-Altenburg

Vorgeschlagen für den Nationalen Buchpreis das Politische Buch 2015
Preis:EUR 17,95 Kostenlose Lieferung Details

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Produktinformation

  • Amazon-Verkaufsrang: #581633 in Bücher
  • Veröffentlicht am: 2014-09-09
  • Abmessungen: .24" h x 5.50" b x 8.50" l, .45 Pfund
  • Einband: Taschenbuch
  • 114 Seiten

Aus der Amazon-Redaktion

Kurzbeschreibung
Über bedenkliche Handlungsweisen der Justiz Unrecht Urteile und Willkür. Justiz , Polizei und Behörden Rechtsbrecher??

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