Mittwoch, 1. Oktober 2014

Kaum ein Thema findet in der Öffentlichkeit soviel Aufmerksamkeit wie die Gewalttaten junger und jugendlicher Täter. Oder, juristisch korrekter formuliert: die Gewalttaten von Kindern, die noch nicht 14 sind, und Jugendlichen, die 14 bis 18 Jahre alt sind.

Durch Gewalttaten kann man sich auch in der eigenen Gruppe Respekt und Anerkennung verschaffen. Doch dieses "cleane" Modell der Anerkennung, dass die Entstehung von Gewalt bei Jugendlichen so scheinbar leicht und einsichtig erklärt, hat Mängel - nicht zuletzt auch den von Honneth und Heitmeyer gesehenen Mangel der ideologischen Elemente, die sich unter das "Programm" der Anerkennung mischen.

Es ist das Familiäre Umfeld, das zunächst in den Focus genommen werden muss, denn Kinder die keine oder nur wenig Zuwendung oder Aufmerksamkeit erfahren, sind meist dann darauf bedacht sich diese fehlende Zuneigung, Anerkennung auf andere Weise zu verschaffen.
Nicht das Strafen und Wegsperren behebt das Problem, sondern nur eine Intensive Prävention auf ganzer breite der Gesellschaft kann solcher Gewalt Exzesse begegnen. Das Wegschließen verlagert nur das Problem, es ist als würde man "Zeitbomben" neu einstellen, die dann Explodieren, wenn es am wenigsten erwartet wird.

Der Jugendarbeit muss noch mehr Aufmerksamkeit zuteil werden, es müssen Angebote geschaffen werden und die Notwendigen Finanziellen Mittel dafür zur Verfügung gestellt werden. Jugendarbeit, Kriminalität,s Prävention, darf nicht Ökonomischen Denken zum Opfer werden, schnell können daraus andere Opfer entstehen.

In meiner Buchreihe Im Dschungel der Justiz, bin ich des öfteren auf diese Problematik eingegangen, jetzt so zu tun, als wäre dies ein Neues unerwartetes Problem, ist Sophistisch und zeugt von einer Gesellschaft, der ihre Kinder scheinbar gleichgültig sind.

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