Dienstag, 9. September 2014

Seit mehr als einem Jahr darf David S. seine drei Kinder nur noch ein bis zwei Mal im Monat sehen. Eine Gutachterin erklärte den 30-Jährigen für "nur teilweise erziehungsfähig". Eine der Begründungen: Er leide an einer "reaktiven Depression" und verweigere eine Therapie. Wie genau die Gutachterin auf diese schwerwiegende Diagnose kam, steht allerdings nicht im Gutachten. Die Folge: David S. verliert das Sorgerecht für seine drei Kinder.

Dieses von einem Familienrichter beauftragte Gutachten hat nicht etwa eine Psychologin erstellt, die Gutachterin absolvierte gerade mal Ausbildungen zur Altenpflegerin und Heilpraktikerin. Kein abgeschlossenes Studium, sie hat nur Kurse in Psychologie belegt.

In Deutschland darf sich jeder Gutachter nennen. Und ein Gericht darf jeden zum Gutachter ernennen: Die Auswirkungen für die Betroffenen können katastrophal sein.


Theoretisch könnte ein Richter seine Oma zur Gutachterin bestellen.

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