Donnerstag, 30. Mai 2013

Eine gescheiterte Existenz V. dissoziale Persönlichkeitsstörung

Die antisoziale oder auch dissoziale Persönlichkeitsstörung bei Kindern (APS) ist gekennzeichnet durch eine Missachtung sozialer Normen und mangelndes Einfühlungsvermögen in die Gefühle anderer.

Zwischen dem Verhalten und den herrschenden sozialen Normen besteht eine erhebliche Diskrepanz. Das Verhalten erscheint durch nachteilige Erlebnisse, einschließlich Bestrafung, nicht änderungsfähig. Es besteht eine geringe Frustrationstoleranz und eine niedrige Schwelle für aggressives, Verhalten; weiterhin eine Neigung, andere zu beschuldigen, oder vordergründige Rationalisierungen für das Verhalten anzubieten, durch das die betreffende Person in einen Konflikt mit der Gesellschaft geraten ist. Laut DSM-IV sind drei Prozent der Jungen und ein Prozent der Mädchen davon betroffen..
Vordergründige Ursachen sind:
Die antisoziale Persönlichkeit macht sich im Kindes- und Jugendalter durch Missachtung von Regeln und Normen
(z. B. Schuleschwänzen, Vandalismus, Fortlaufen von Zuhause, Stehlen, häufiges Lügen) und die Unfähigkeit aus Erfahrung zu lernen, bemerkbar. Im Erwachsenenalter führen Betroffene ihr Verhalten fort durch, Gereiztheit und körperlich aggressives Verhalten, Rücksichtslosigkeit und Drogenkonsum. Nicht selten landen sie dabei im Gefängnis. Kriminalität ist allerdings nicht notwendig für die Diagnose von APS, denn es gibt auch viele angepasste APs, die beruflich erfolgreich sind. In der Berufswelt kann die APS zum Vorteil werden: Ergebnisse einer Studie weisen darauf hin, dass Führungspersonen von Unternehmen häufiger von dieser Störung betroffen sein könnten. Auch darf man nicht den Fehler begehen, bei jedem delinquenten Menschen von einer APS auszugehen. Es gibt viele Gründe für Delinquenz, und die APS ist nur einer davon.
Häufig führen Kindheitserlebnisse, wie Zurückweisungen, Ablehnung und Demütigungen in der Familie, durch Eltern oder auch ältere Geschwister zu formen von APS.
Personen mit einer APS sind impulsiv, leicht reizbar und planen nicht voraus. Darüber hinaus zeigen sie keine Reue für Missetaten.
Ihre gefühlsmäßigen Beziehungen zu Personen sind so schwach, dass sie sich nicht in Personen hineinversetzen können und keine Schuldgefühle oder Verantwortungsbewusstsein kennen.
Dadurch fällt es ihnen schwer, Personen abzugrenzen und auf sie Rücksicht zu nehmen. Ihr eigenes Gefühlsrepertoire (besonders das für negative Gefühle) kann beschränkt sein, weswegen sie Gesten von anderen Personen imitieren. Gefühle anderer hingegen nehmen sie gut wahr und können sie manipulierend ausnutzen.
Sie können aber auch eine spielerische Leichtigkeit ausstrahlen und bei guter intellektueller Begabung unter Umständen recht geistreich, witzig und unterhaltsam sein.
Bowlby konnte einen Zusammenhang zwischen APS und fehlender Väterlicher oder mütterlicher Zuwendung feststellen. Glueck und Glueck stellen bei den Müttern der Personen mit APS einen Mangel an Zuwendung und eine Neigung zur Impulsivität fest.
Außerdem neigten sie zum Alkoholismus.
Antisoziale Persönlichkeiten kommen häufig aus zerrütteten Elternhäusern, in denen entweder Gewalt vorherrschte oder in denen sie vernachlässigt wurden. Dazu kommt ein Mangel an Liebe und Fürsorge, der zu fehlender Orientierung seitens des Kindes führt. In vielen Fällen gab es familiäre Konflikte.
Viele antisoziale Persönlichkeiten sind in einer Großfamilie auf engem Raum aufgewachsen, erfuhren uneindeutige Erziehungsstile der Eltern, die prosoziales Verhalten nicht oder selten beachtet haben. Ein sicherer Vorbote für das im Erwachsenenalter feststellbare antisoziale Verhalten ist das Vorhandensein dissozialer Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter.
C. weist in vielen Charakter und Verhaltensweisen übereinstimmende Merkmale auf, die im besonderen auf seine Erfahrungen aus der Kinder und Jugendzeit zurückzuführen sind.
Dauerndes Demütigen, Herabsetzen und andauernde Zurückweisungen durch den Vater, sind wohl als ein Haupt Indikator zu betrachten.
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