Samstag, 25. Mai 2013

Eine gescheiterte Existenz V. Selbstfindung


„Nach allem, was ich über das Wesen der Liebe gesagt habe, ist die Hauptvoraussetzung für die Fähigkeit, lieben zu können, dass man seinen Narzissmus überwindet.“ (Erich Fromm) 
Wie also kann man narzisstisch gestörten Menschen helfen, ihre Verwundungen nach und nach zu heilen? Sie müssen erst einmal akzeptieren, dass die Urbeziehung missglückt ist, dass sie sich entfremdet wurden und tiefe Verlassenheitsgefühle in sich tragen. Wenn sie sich das bewusst machen könnten, dann wären sie eher in der Lage, sich zu fragen, was sie brauchen und wollen, welche Bedürfnisse und Wünsche sie haben und wie sie der Erfüllung näher kommen könnten. Haben sie einmal erkannt, dass sie um ihrer selbst willen gemocht, akzeptiert und geliebt werden wollen, dann bestände der nächste Schritt darin, sich selbst anzunehmen, aber auch spüren zu lernen, dass sie selbst auch zur Liebe fähig sind und viele positive Emotionen in ihnen schlummern.
In einem Buch über Narzissmus fand ich den trefflichen affirmativen Satz: „Ich brauche nichts zu tun, um geliebt zu werden.“ Diese positive und ermutigende Aussage impliziert allerdings, dass die verwundeten Menschen wissen, dass auch sie das verborgene grundlegende Bedürfnis eines jeden Menschen in sich tragen, dass sie ein Recht auf Liebe haben und sich ihre Wünsche zu erfüllen und nicht nur das tun, was anderen gut tut.
C. hat stets versucht anderen Gerecht zu werden, im besonderen “Vater und Mutter” er ringte um deren Zuneigung, Liebe und Aufmerksamkeit. Finden konnte konnte er diese jedoch bei Ihnen nicht wirklich, sein Vater war lediglich daran Interessiert seine Familie zu Dominieren und dieser seinen Willen aufzuzwingen, er war nicht am Seelenzustand seines Sohnes und dessen Bedürfnisse interessiert, sondern nur darum dass dieser seinen Vorstellungen, seinen Werten und seinem Willen entsprach.
Seine Mutter selbst unter der der Dominanz ihres Ex Mannes leidend, war nicht im Stande ihrem Sohn noch gerecht zu werden und entfernte sich von ihm mehr und mehr, um ihr Martyrium endlich aufarbeiten zu können und ihre Wunden aus dieser Ehezeit heilen zu können. Da dies nicht ohne weiteres möglich war, verwandte diese ihre ganze Kraft darauf, sich von dem was Sie belastet hatte zu befreien und verlor dadurch auch den Bezug zu ihrem Sohn, den Sie mehr und mehr sich selbst überlassen hatte.
Die dringend benötigte Selbstakzeptanz findet C. wahrscheinlich am leichtesten (wenn bei dieser Suche überhaupt etwas leicht fällt) in ihm selbst, dies könnte ihm den Sinn im Leben geben, der C. anregt, zuversichtlich auf die Suche nach seinen verborgenen emotionalen Tiefen und verletzten Wesensteilen zu gehen,
er könnte dann sich mit Vertrauen auf die eigenen Stärken und Talente besinnen, die jeder Mensch hat, und einen Neubeginn versuchen. Ja je mehr Vertrauen wir in uns und vielleicht auch unseren Schöpfer, oder wie immer wir die höheren Mächte nennen mögen, entwickeln, umso geringer werden Ängste und Zweifel und umso mehr Zuversicht kann sich entfalten.
Infos zur Buchreihe auch auf den Facebook Seiten

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