Sonntag, 3. März 2013


Stark Machen Nicht Demütigen…



Rechnet man ja so vieles zu den Unarten, nur weil es die Eltern stört, während das Kind mit bestem Gewissen tut, was ihm natürlich ist und unverfänglich scheint”?. (Hermann Hesse aus “Lektüre für Minuten”)
“Das Kind weiß, was das beste für es ist. Lasst uns selbstverständlich darüber wachen, dass es keinen Schaden erleidet. Aber statt es unsere Wege zu lehren, lasst uns ihm Freiheit geben, sein eigenes kleines Leben nach seiner eigenen Weise zu leben. Dann werden wir, wenn wir gut beobachten, vielleicht etwas über die Wege der Kindheit lernen”. (Maria Montessori aus “Spannungsfeld Kind – Gesellschaft – Welt”)
“Achtung ist ein gegenseitiger Vorgang. Achtung ohne Selbstachtung ist leer. Nur wer den anderen achtet, kann Achtung erwarten. Achtung bestimmt das Handeln auf eine eigentümliche Weise genauer als Liebe und funktionale Abhängigkeit. Gewalt und Aggression werden durch Achtung nicht ‚verhindert’, sie werden überflüssig und unbrauchbar. Achtung ist auf eine glückliche Weise sowohl eine pädagogische wie eine politische Kategorie. Wenn wir wollen, dass das Kind unsere Ordnung, die von uns mühsam erkannten Notwendigkeiten, die erprobten Werte und Einrichtungen, die gesellschaftliche Vernunft achtet. müssen wir es erst Achtung erfahren lassen und dann jene Sachverhalte und Vorstellungen. Unsere Achtung vor den Dingen impliziert fast immer eine Nichtachtung des Kindes, und so wird es auch gehindert, die Achtung vor den Dingen zu verstehen.
Hier fängt die erfolgreiche Zurücksetzung der Kinder an, hier beginnt der ‚ungleiche Krieg zwischen Erwachsenen und den störenden, unwissenden, ohnmächtigen, regellosen, zeitlosen, maßstablosen kleinen Menschen.” (Hartmut von Hentig aus der Ansprache anlässlich der Verleihung des Friedenspreises für Janusz Korczak 1972)
Schwierige Kinder gibt es nicht! Mit diesem Teil des Titels will ich provozieren und stelle mich gleichzeitig auf die Seite der Kinder
Lassen wir uns leiten von den Worten Janusz Korczaks aus seinem Buch “Das Recht des Kindes auf Achtung”: “Wir üben unsere Aufmerksamkeit und unseren Erfindungsreichtum im heimlichen Beobachten des Bösen, wir suchen es überall, spüren es auf, verfolgen es, wollen es auf frischer Tat ertappen, wir sehen Schlimmes voraus und kommen zu demütigenden Verdächtigungen. Ein Kind hat die Tür zugeschlagen, ein Bett ist schlecht gemacht, ein Mantel ist verlegt, ein Klecks ist im Heft. Wenn wir nicht schimpfen, nörgeln wir doch, anstatt uns zu freuen, dass es nur das ist.
“Wenn wir von Freiheit in der Erziehung sprechen, so meinen wir Freiheit für die schöpferische Kraft, welche der Lebensdrang zur Entwicklung des Individuums ist. Es handelt sich nicht um eine zufällige Kraft, wie um die einer explodierenden Bombe. Diese Kraft hat eine Lenkung, eine sehr feine, unbewusste Direktive, deren Sinn es ist, einen normalen Menschen zu entwickeln. Wenn wir von freien Kindern sprechen, denken wir an diese Kraft, die zum rechten Aufbau der Kinder frei sein muss. Diesem Zweck müssen wir helfen. Wenn wir das tun, so erleben wir, dass die Kinder zu diesem Lebensdrang zurückfinden und normal werden. Und wenn dies geschieht, schwinden alle Abweichungen.
Kinder brauchen in aller erster Linie, Aufmerksamkeit, Liebe, Respekt und Achtung. Damit machen Sie Kinder stark, Stark zum bestehen in dieser manchmal sehr Kalt wirkenden Gesellschaft..
Informationen über die Buchreihen, auch auf den Facebook Seiten und aufTwitter..

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