Montag, 25. März 2013


Eine Gescheiterte Existenz II Zwischen Vater und Mutter.



“So genannte Rabenmütter – Berichte von Frauen, die ohne ihre Kinder leben” dreht sich, wer hätte es gedacht, um Mütter, die der traditionelle Gegenpol zu alleinerziehenden Vätern sind.
Ohne statistisch genau auszuwerten, geht mein Bauchgefühl permanent von Müttern, die in ihren Trennungsschemen ähnliche Erfahrungen machen aus. Sie heiraten (fast alle) einen Mann, der nur auf den ersten Eindruck als Vater der eigenen Kinder passt – und sich dann entweder selbst als jemand anders entpuppt oder erst “viel zu spät” als ein ganz anderer Mensch entlarvt wird.
Dann kommen gesundheitliche Probleme bei diesen Frauen hinzu – entweder körperlicher oder seelischer Natur – die ihre Leistungskraft schmälern und die Energie, die man sonst ja vollständig für die Kinder, den Haushalt und den ungeliebten Ehemann aufgebracht hat, vollkommen auffrisst. Und meist treffen sie in dieser schweren Phase einen anderen Mann. Einen der zuhört. Einen, der ihnen hilft, ihre Probleme in den Griff zu kriegen. Und – einige der bezeugenden “Mütter” sind so ehrlich – und der sie beim Sex mehr antörnt, als der Typ, der den ganzen Tag außer Haus ist, ihnen die Kinder als Beschäftigung dal ässt und dann sowieso nicht die selbe Wellenlänge hat, wie man selbst.
Puh. Harter Tobak. Mir bleiben trotzdem noch Fragen offen:
Warum prüften sich die Frauen nicht, bevor sie sich auf ewig banden? Oder “kamen sie aus der Nummer einfach nicht mehr raus”, wie das eine mir auch persönlich bekannte Mutter mal erklärte? Und vor allem: ist es wirklich so schwer, zuzugeben: “Papa, [der] allerbeste Mensch, den ich mir als Bezugsperson für meine Kinder vorstellen kann”
Eine Mutter wird, wenn möglich, wohl immer tun, was für die Kinder gut ist. Das schließt ein Weggehen (um nicht selbst zerstört zu werden) mit ein. Und nicht aus.
Die alles beherrschende Frage bleibt weiterhin im Dunkeln, was wird aus dem Kind, den Kindern?? Wie kann eine Mutter dann noch Bindungsfähigkeit zu ihrem Kind behalten und wer ist schlussendlich der Leidtragende wenn nicht das Kind, die Kinder??
Sicherlich gehört zum Muttersein mehr als nur eine gute Ehe oder ein Intaktes Verhältnis zu seinem Kind, es bedarf der Fähigkeit eigene Bedürfnisse hinten an zustellen und sich selbst trotzdem als Vollwertig und Emotional stark zu betrachten. Mutter sein darf nicht mit dem Ende einer Beziehung, einer Ehe, einer Partnerschaft als erledigt betrachtet werden, sondern ganz im Gegenteil, das Kind , die Kinder benötigen dann im besonderen die Aufmerksamkeit, die Achtung und den Respekt aber auch die Zuneigung und die Liebe beider Elternteile.
Wenn also wie im Falle von C. die Mutter das Haus verlässt und das Kind zurücklässt, muss Sie sich darüber im klaren sein dass ihr Sohn sich von ihr Verlassen fühlt und sich selbst überlassen sieht, auch wenn der Vater noch da ist. Wer kann es also C. verdenken dass er sich dann die fehlende Zuneigung, die verloren geglaubte Liebe und die Beachtung, bei anderen Menschen sucht, sich denen hingibt und deren Aufmerksamkeit sucht?
C.,s Geschichte ist das traurige Scheitern eines Jungen bei dem Versuch, den Vater in einen guten und einen schlechten Menschen aufzuspalten und sich nur dessen geschätzten Eigenschaften anzueignen. Er brauchte eine Psychotherapie, die versuchte, möglichst viele Wunden seiner Kindheit zu heilen, die dadurch entstanden waren, dass keine der drei Beziehungen der Vater-Mutter-Kind-Triade funktioniert hat.
Sein Schicksal ist exemplarisch für viele Jungen von Dominanten Lieblosen Vätern und Schwachen Lieblosen Müttern und zeigt, wie stark der Wunsch nach dem Ähnlichsein mit den Eltern ist, ob der Vater nun ein “Guter” oder ein “Böser” ist, oder die Mutter Stark oder Schwach ist. Das gilt auch für den mehr oder weniger normalen Beziehungsalltag von Kindern und ihren Eltern. Ein Kind wird sich auch mit einem von der Mutter als “schlecht”, “unzuverlässig” oder “unverantwortlich” bewerteten Vater identifizieren wollen, ja müssen. Überwiegen nicht die positiven Zuschreibungen der Mutter an den Vater und die realen Erfahrungen des Kindes mit ihm, wird das Kind darüber mit großer Wahrscheinlichkeit Selbstwertprobleme entwickeln. Es wird sich fragen: Wer bin ich, wer darf ich sein, wenn ein zentraler Teil von mir nicht gut ist oder nicht gut sein darf? Macht der Vater die Mutter unentwegt schlecht, haben Sohn und Tochter das gleiche Problem.
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