Freitag, 22. März 2013


Eine Gescheiterte Existenz II der Vater ist Prägend.



Sitzenbleiber, Sonderschüler oder Schulabbrecher sind in der Mehrzahl männlich….
Wie schlecht ist es um die Jungs tatsächlich gestellt?…
Frank Beuster, Vater zweier Söhne und Autor des Buches „Die Jungenkatastrophe sagt dazu folgendes”..
Man kann natürlich nie alle über einen Kamm scheren, aber die Situation von immer mehr Jungen verschlechtert sich. Das hängt von bestimmten Faktoren ab – etwa vom Elternhaus, Bildungsschicht und ob ein Vater gegenwärtig als Vorbild fungiert. Wenn ein Junge mit Vater groß wird und der sich für ihn interessiert, dann steigert das eindeutig sein Selbstwertgefühl und hilft ihm bei seiner Identitätsfindung. Ein geringes Selbstwertgefühl wird für einen Jungen zum Problem, wenn er immerzu den Clown spielt, um Aufmerksamkeit zu erhaschen. Ein Verhalten, was vielfach an Jungen als störend empfunden wird. Und diese Verhaltensweisen nehmen zu.
Abweichendes, störendes Verhalten dominiert gerade in der Schule. Jungs definieren sich auch selbst zunehmend als Störer, als die Verlierer dieses Systems. Sie nehmen Schule nicht mehr als Chance wahr, sondern gehen in die Opposition und damit ein Stückweit auch in Opposition zur Gesellschaft, die diese Schule ja wiederspiegelt. Es sind zwar immer noch knapp die Hälfte der Abiturienten männlich, aber die Zahlen gingen in den vergangenen 20 Jahren deutlich zurück. Von der Grundschule wechseln die meisten Jungs auf die Hauptschule. Doppelt so viele wie Mädchen. Sitzenbleiber, Sonderschüler, Schulabbrecher oder diejenigen ohne Schulabschluss sind in der Mehrzahl männlich….
Jungs haben ein Bedürfnis nach einem männlichem Vorbild, und das wird in der Schule nicht in ausreichendem Maße bedient: weder im Kindergarten und der Vorschule, noch in der Grundschule und leider häufig auch nicht mehr in der Familie. Die Vaterfigur wird vielen Jungen vorenthalten, die Liebe eines männlichen Vorbildes. Das ist ein Defizit und kann auch nicht allein mit mütterlicher Liebe kompensiert werden. Es bleibt ein Mangel und dieser Mangel wird sich irgendwo bemerkbar machen….
Hier ist also erkennbar wie Wichtig für einen Jungen der Vater ist, ein Vater der seinem Sohn Aufmerksamkeit und Achtung gibt, ein Vater der seinem Sohn Zuneigung vermittelt und diesen Respektiert. Egal was das Kind nun für eine Entwicklung aufzeigt, es braucht den Vater genauso wie es die Mutter braucht.
Das Buch „Die Jungenkatastrophe“ von Frank Beuster ist im Rowohlt Verlag erschienen, es ist in der Tat bereits ein Standardwerk, dass deutlich die Defizite in vielen Familien aufzeigt und zum Handeln auffordert. Gerade in der Männlichen Entwicklung ist der Vater ein prägendes Element, das wichtig für das Kind ist um sich selbst Identifizieren zu können, Ein Junge ohne Ich Identität, ist bereits im Kindes und Jugendalter zum Scheitern Verurteilt und hinterlässt bei diesem schwere Schäden in der Entwicklung zum Erwachsenen Menschen. Dieses Prägende Ich aus der Fürsorge des Vaters heraus, ist also quasi für das Überleben, für die Zukunft des Kindes absolut Notwendig und darf nicht vorenthalten sein.
Die Jungenperspektive darf nicht nicht vernachlässigt werden, “die Frage ist nur, auf welche Weise diese Perspektive konstruiert wird. Was ich versuchen möchte, ist das, was man eine geschlechtsbezogene Perspektive auf Jungen nennen könnte, ein wenig mehr zu konturieren.”
Wiederholt wurden bei vernachlässigten Jungen gehäuft auftretende Verzögerungen im körperlichen Wachstum und Rückstände in der motorischen wie auch Geistigen Entwicklung beschrieben, die vermutlich auf eine Mangel- bzw. fehlende Männliche Anregungsbedingungen zurückgeführt werden müssen. Die Rolle emotionaler Vernachlässigung als mögliche Ursache bei Störungen des körperlichen Wachstums ist noch strittig. Mangelbedingte Verzögerungen im körperlichen Wachstum haben sich in Längsschnittuntersuchungen als schwache, aber beständige Vorhersagefaktoren für die weitere geistige und soziale Entwicklung von Jungen erwiesen.
Neuerdings hat die Forschung begonnen, sich mit der Frage zu beschäftigen,inwieweit Folgen von Vernachlässigung im Entwicklungsverlauf eine Entsprechung in nachweisbaren neurophysiologischen oder neuroendokrinologischen Veränderungen besitzen. Belegbar erscheint dabei zum gegenwärtigen Zeitpunkt, dass schwere Formen der Vernachlässigung mit einem verlangsamten
Gehirnwachstum in den ersten Lebensjahren und einem herabgesetzten Stoffwechsel in einigen Gehirnarealen einhergehen.
Dies kann als Entsprechung der bei vernachlässigten Kindern häufig beobachtbaren kognitiven Einschränkungen verstanden werden. Zu den nach aggressiven und sexuellen Übergriffen bei Kindern langfristig teilweise feststellbaren Fehlsteuerungen im Stresshormonsystem liegen für vernachlässigte Kinder bislang nur widersprüchliche Befunde vor, die sich vorläufig einer inhaltlichen Interpretation entziehen.
Ich will hier nun aber nicht all zu Wissenschaftlich argumentieren, denn zum einen ist es ja hinlänglich bekannt, was die Entwicklung des Kindes nachhaltig behindern oder gar verunmöglichen kann. Zum anderen brauchen wir ja nur, das Ergebnis der sich darstellenden Situation, näher betrachten und daraus unsere Schlüsse ziehen, um zu begreifen was dem Jungen , dem Kind angetan wird, wenn Liebe , Achtung und Zuneigung, aber auch ein nötiger Respekt vorenthalten wird.
C. lieferte uns hier bereits eine sehr Anschauliche Retrospektive, die man eigentlich nur Gründlich betrachten muss, um zu erkennen was denn wirklich getan werden muss, um ein Scheitern des Kindes Vorzubeugen.
Informationen über diese Buchreihe auch auf den Facebook Seiten
Alle Bände auch hier erhältlich.

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