Dienstag, 19. März 2013


Eine Gescheiterte Existenz II das Kindliche Verhalten setzt sich fort

Ich hatte bereits einmal ausgeführt, in welchem Maße C. doch einige male sehr Intensiv auf sich anbahnende Diskurse zwischen uns reagierte.

Es waren meist sehr Emotionale Ausbrüche seiner doch vorhandenen Impulsivität, die sich über den Zeitraum seiner Kindheit und frühen Jugend angesammelt hatte.
C. neigte dazu in manchen Situationen sehr Theatralisch zu reagieren und es kam nicht selten vor, dass dies dann in einer gewissen härte auftrat. Er war auch nicht in der Lage auftretende Dispute und Diskussionen über sein Handeln, sein Tun zu führen und zog es dann vor
lieber das Köfferchen zu Packen um vor einer Auseinandersetzung die Flucht anzutreten.
C. war und ist durch seine man muss schon sagen Verkorkste Kindheit, durch den Entzug der Zuneigung, dem Versagen von Achtung und Respekt, der ständigen Herabwürdigungen und der Lieblosigkeit im besonderen durch seinen Vater sehr geprägt und meines Erachtens auch schwerst geschädigt worden. Er suchte nach Anerkennung und erfuhr immer nur Ablehnung und Ausgrenzung selbst in der eigenen Familie, in der er scheinbar ein Fremdkörper war.
So ist mir eine Begebenheit aus dem November letzten Jahres, sehr bewusst in meiner Erinnerung. C. wollte einen Abend bei einem Schulfreund verbringen, so erzählte er es mir und ich hatte auch nichts dagegen einzuwenden. Nur ca. 2 tage danach fiel mir durch Zufall ein Fahrschein in die Hände, der allerdings etwas anderes Aussagte. C. fuhr tatsächlich heimlich zu einem Date nach Zürich und besuchte dort einen etwa 26 Jährigen Studenten um dort auch zu Übernachten.
Als ich ihn dann darauf ansprach, brach es aus ihm heraus und er machte eine fürchterliche Szene, von wegen Kontrolle und Überwachung. Ich lies mich auf diese Diskussion ein und machte ihm deutlich dass er mich damit sehr Verletzt hat und auch mein Vertrauen missbrauchte.
Es kam wie es kommen musste, wir gerieten in einen heftigen Diskurs darüber und ich musste ihm verdeutlichen, dass ich ein solches Verhalten nicht akzeptieren werde, was ihm natürlich zunächst nicht gefiel. Es war also eines dieser Date Aktionen die er bereits nach der Trennung seiner Eltern schon im alter von 14-15 Jahren, des öfteren durchzog und einfach mal los fuhr um Gleichgesinnte zu finden, die seinen Neigungen entsprachen.
Er war es schlicht weg nicht gewohnt dass es jemanden gibt, der dies nicht so einfach wie seine Leiblichen Eltern es taten hinnahm, sondern ihm deutlich zu Verstehen gab, das dies so nicht akzeptiert wird.
Es brach eine Ungeheure Emotion aus ihm heraus und er fing an hemmungslos zu Weinen, er verfiel in seine Kindliche art die er schon des öfteren zeigte. Ich lies mich auf diesen Gewaltigen Emotion”s Ausbruch ein und versuchte ihn wieder zu beruhigen.
Nach einer ganzen Weile fiel er mir in die Arme und Weinte wie es gerade so aus ihm heraus brach, was mich persönlich mit riss und wir also nun gemeinsam Weinten. C. sagte mir dass er mir nicht Weh tun wollte und er noch nie jemanden hatte der sich wirklich um ihn sorgte.
Dieses Erlebnis machte mir deutlich, in welcher Emotionalen/psychischen Lage C. sich befand und ich versuchte mich darauf Einzustellen.
Sein Vater aber auch seine Mutter, hatten quasi seit ihrer Trennung gar schon zuvor, die Kontrolle über ihr Kind verloren oder gar bewusst eingestellt, denn er war ja bereits mit 14-15 ständig zu solchen Dates unterwegs und Niemand hat ihn je daran gehindert, bis ich dies dann tat und ihm zeigte dass es noch jemanden gibt, der sich um Ihn sorgte, ihm Vertraute und vor allem ihm Aufmerksamkeit und Zuneigung gab die er so dringend brauchte.
Ein Kind ohne wirkliche Fürsorge, ohne halt und ohne wirklichen elterlichen Interesse, so wuchs er in der Zeit nach der Trennung seiner Eltern heran und es schien so als würde es Niemanden geben, der sich Gedanken um dieses Kind machte. C. suchte nach dieser Wärme, dieser Zuneigung aber auch nach Regeln die ihm gegeben werden sollen.
Doch genau dies gab ihm scheinbar Niemand mehr. So also suchte er dies alles in seiner sexuellen Neigung und den daraus resultierenden Dates, die er sich via I-Net verschaffte.
C. war seiner eigentlichen Entwicklung weit hinter her und es war deutlich zu erkennen, dass er eben nicht auf dem Entwicklungsstand Gleichaltriger war und ist. Seine Kindliche art, zum teil auch eine gewisse form der Verspieltheit und sein Physisch/psychischer Zustand, zeigten ganz klar, er war in seiner Entwicklung weit zurückgeblieben.
Es fehlte eigentlich an allem was einen 17-18 Jährigen Jugendlichen ausmachte, seine fehlende soziale Kompetenz, seine fehlende Beziehungsfähigkeit und die daraus resultierenden Defizite, waren deutlich für jeden Sichtbar.
Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Kopf- und Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen, das alles waren Symptome die bei C. auftraten und immer dann zum tragen kamen, wenn er wiedereinmal mit seinem Leiblichen Vater oder auch zum teil mit der Mutter konfrontiert war.
Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit, Desinteresse (“Null Bock”), Ablehnung von Autorität, Aggressivität, ich könnte die Symptome noch viel weiter ausführen, allerdings wäre dass dem Thema dann nicht mehr gerecht und würde auch C. in einen völlig falschen Licht zeigen.
Das ganze Leben besteht letztlich aus einer endlosen Summe von Belastungen, alltäglichen zwar, aber lästigen, unangenehmen, peinlichen, störenden oder gar erheblich beeinträchtigenden bis quälenden oder zermürbenden. Der größte Teil ist glücklicherweise auszuhalten, befriedigend zu überwinden oder einfach “wegzustecken”. Er ruft deshalb auch keine seelischen oder körperlichen bzw. psychosozialen Symptome hervor. Wenn das jedoch nicht gelingt, dann drohen Anpassungsstörungen, Entwicklungsstörungen die dann einer besonderen Beachtung bedürfen und wenn dies ausbleibt und/oder durch zusätzliche Psychische Belastungen verstärkt wird, drohen schwerwiegende Depressionen, die dann zur Gefahr für das Kind oder den Jugendlichen werden.
C. hatte alle diese Symptome aufgewiesen und es gab Niemanden dem dies aufgefallen ist, anders kann seine Entwicklung, seine immer wieder auftretenden Kindlichen Ausbrüche aber auch der Umgang mit seiner sexuellen Neigung nicht befriedigend beantwortet werden.
Die fehlende Aufmerksamkeit, der Verlust seiner sozialen Identität, das ständige Suchen nach Zuneigung und Anerkennung, waren es mit unter dann, das diese Suche dieses heischen ohne sichtbaren Erfolg blieb, für dessen unüberwindbare Psychische und Physische Störungen Verantwortlich. Die Frage aller Fragen muss dann lauten wer hat diese Entwicklung verschuldet, wer ist für ein mögliches Scheitern dieser Existenz Verantwortlich ???
Eine Leserin meiner Seiten, sagte mir: Ich musste immer wieder eine Pause einlegen, da ich nicht in der Lage war, das was ich hier zu Lesen bekam über das Schicksal dieses Kindes zu verarbeiten.
Ich werde später nochmal auf C. eingehen und einige Begebenheiten aus dessen noch Jungen Leben erzählen, möchte aber auch dass Sie als Leser erst einmal das was Sie bereits erfahren haben auf sich Wirken lassen..
Jugendliche in der Pubertät zeigen häufig ein vermindertes Selbstvertrauen, sind apathisch, haben Ängste und Konzentrationsmängel. Auch Jugendliche können Leistungsstörungen entwickeln und zirkadiane Schwankungen des Befindens zeigen. Auch psychosomatische Störungen sind hier Anzeichen für eine schwere Depression, die nachhaltig auf die Entwicklung Einfluss nimmt.
Informationen über diese Buchreihe, auch auf den Facebook Seiten undTwitter, die Reihe Eine gescheiterte Existenz, ist überall im Buchhandel oder auch hier erhältlich

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