Montag, 25. Februar 2013


Eine Gescheiterte Existenz II die Ängste des Verlassen werden.




Wie können Eltern ihrem Kind die Angst vor dem
Alleinsein nehmen?
Ganz anders geht es den Kindern. Sind sie allein, so kommen ganz schnell Gefühle der Angst in ihnen hoch. Angst verlassen zu werden, keinen Beschützer zu haben und ganz auf sich allein gestellt zu sein. Angst, mit den eigenen Gefühlen konfrontiert zu werden und damit nicht zurecht zu kommen. Das ist verständlich, denn die Angst vor dem Alleinsein ist eine Urangst. Man denke nur an die Steinzeitmenschen. Ohne Gemeinschaft wären sie Feinden gegenüber machtlos gewesen und nur im Verband war ihr Leben zu meistern. Natürlich überfallen uns in unserer zivilisierten Welt keine wilden Tiere mehr und wir können auch ganz gut einige Zeit ohne andere Mitmenschen leben. Doch die Angst vor dem Alleinsein haftet vielen von uns immer noch an.
Dass diese Angst vor allem bei Kindern auftritt, ist kein Zufall. Kinder können Situationen noch nicht so gut einschätzen und auch das Zeitgefühl entwickelt sich erst mit den Jahren. Fünf Minuten können für einen 3-jährigen eine halbe Ewigkeit bedeuten und eine Zeitspanne von zwei Wochen ist selbst für einen Grundschüler kaum zu überblicken. Erst mit zunehmender Lebenserfahrung merken Kinder, dass Mama und Papa doch wiederkommen und sie nicht allein zurücklassen werden.
Wenn Kinder Angst vor dem Alleinsein haben
Doch was sind die typischen Angstsituationen in diesem Zusammenhang? Besonders für kleinere Kinder bedeutet es eine große Herausforderung im eigenen Zimmer zu schlafen.
Zu der Angst allein zu sein kommt hier noch die Angst vor der Dunkelheit in der Nacht. Einfühlsame Eltern muten ihrem Kind daher diesen Schritt erst dann zu, wenn es wirklich bereit dafür ist.
Eine weitere Situation, die Kindern Probleme bereiten kann, ist die Eingewöhnung in den Kindergarten oder in die Schule. Natürlich sind die Kinder da nicht allein – schließlich ist die gesamte Gruppe nebst Erzieherinnen oder Lehrern anwesend. Doch ist der Nachwuchs von den Eltern getrennt und genau diese Tatsache ist es, welche Kinder ängstigt.
Besonders schwer haben es Kinder, die bisher nur am Rockzipfel der Mutter hangen und kaum die Gelegenheit hatten, anderweitige Kontakte zu pflegen.
Nicht immer lassen sich die Ursachen der kindlichen Ängste erkennen und oftmals ist es auch gar nicht notwendig sie zu hinterfragen. Entscheidend ist die Reaktion der Eltern auf die Angst des Kindes bezüglich des Alleinseins. In erster Linie möchte das Kind ernst genommen werden. Es braucht einen, der ihm zuhört und es tröstend in den Arm nimmt. Jemanden, der seine Tränen trocknet und einfühlsam mit ihm spricht. Und ein ängstliches Kind braucht auch immer Ermutigung. Angst kann man nur überwinden, wenn man bereit ist, ein Risiko einzugehen. Und gerade für recht junge Kinder bewährt sich hier die Theorie der kleinen Schritte. Die Devise heißt Mut machen aber nicht überfordern. Regelmäßige Kontakte zu Gleichaltrigen geben dem Kind die Möglichkeit, seinen Horizont zu erweitern und nicht übermäßig stark auf die Eltern fixiert zu sein. Gelingt dies, so wird sich ein Kind auch allein weniger ängstigen, da es bereits ein gewisses Selbstbewusstsein aufbauen konnte.
Generell sollten Eltern ihren Nachwuchs nicht allein lassen, wenn sie spüren, dass ihr Kind dazu noch gar nicht bereit ist. Und wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, so ist zu empfehlen, dass sie zumindest telefonisch jederzeit erreichbar sind. Ein Babysitter in der Wohnung oder die nette Nachbarin von nebenan, welche ein Auge auf die Kids hat, wenn die Eltern beispielsweise im Theater sind, geben Sicherheit und das Gefühl, immer einen Ansprechpartner zu haben.
Gegen die Angst des Kindes vor dem Alleinsein ist eine intakte Eltern-Kind-Beziehung die beste Medizin. Ohne Vertrauen, Geborgenheit und Liebe kann die Seele des Kindes für immer verletzt werden. Dessen sollten sich alle Eltern bewusst sein.
Es ist wohl kaum zu leugnen, dass die Hemmschwelle eine Scheidung einzureichen, in den letzten Jahren gesunken ist. Nahezu jede zweite Ehe in Deutschland wird wieder geschieden.
Die Zahl macht Verlobten zwar Angst, aber betroffenen Ehepartnern auch wieder Mut. Denn sie wissen: Ich bin nicht allein – es ergeht vielen so wie mir!

Trägt sich jemand mit dem Gedanken, sich scheiden zu lassen, kommen ihm eine Menge Fragen in den Sinn. Welche Rechte habe ich, wie funktioniert überhaupt eine Scheidung und viel wichtiger, wie reagieren die Kinder? Entstehen mir schwere finanzielle Einbußen?
Es ist sicher jedem bewusst, dass eine Scheidung gleichzeitig immer eine Belastungsprobe für alle Parteien ist. Und Hauptleidtragende sind nicht selten die Kinder. Daher scheuen viele Menschen, diesen endgültigen Schritt zu gehen.
Scheidung der Eltern – Wechseln der Ebenen zwischen Ex-Paar und Eltern
Beide Partner müssen zwangsläufig auf die Eltern-Ebene wechseln, egal welcher Trennungsgrund vorliegt. Man trennt sich nie, weil man sich so sehr liebt, sondern weil man mittlerweile getrennte Wege gehen will oder muss. Ob man will oder nicht: Es bleibt zumindest ein gemeinsames Interesse bestehen, das Kind.

Aus Kindersicht sind weder Mama noch Papa doof, um es mal ganz simpel zu formulieren. Niemand will Eltern, die doof sind. Es verbietet sich also von selbst, das jeweils andere Elternteil zu verunglimpfen. Langfristig gesehen werden derartige Verhaltensweisen von Elternteilen sowieso meist zu Bumerangs gegen sie selbst. Unabhängig davon erschweren sich Eltern dadurch die Erziehungsarbeit, weil das Kind genau das tut, was es tun würde, wenn die Eltern noch zusammen, aber ebenso uneinig wären: Es spielt die Eltern gegeneinander aus.
Das Ex-Paar sollte seine ureigensten Angelegenheiten in Abwesenheit des Kindes regeln und als am Wohl ihres Kindes interessierte Eltern etwas Ruhe einziehen lassen, vorübergehend feste Abhol- oder Besuchszeiten einrichten, in deren Rahmen man zunächst nur Organisatorisches im Bezug auf das Kindeswohl regelt. Dem Kind wird altersgemäß erklärt, dass sich die Eltern nicht mehr verstehen, aber Mama/Papa immer für es da sein werden, dass sich dahingehend nichts ändert.
Es gibt nur eine Mutter und einen Vater im Leben eines Menschen
Empfehlenswert ist – je nach Entwicklungsstand des Kindes – diese Verfahrensweise auch, wenn neue Partner der Auslöser für die Trennung waren.
Hierzu sei gesagt: Dem Kind muss nach so einem schweren Eingriff in sein gewohntes Leben eine Atempause gegönnt sein, neue Partner erst vorgestellt werden, wenn genug Zeit verstrichen ist. Und noch etwas ist in diesem Falle wichtig: Jedes Kind hat nur eine Mutter und einen Vater. So lieb und nett beispielsweise der neue Lebensgefährte von Mutti ist, er hat einen Vornamen, bei dem man ihn nennen kann. Falls er – auch solche Fälle gibt es leider – ein besserer Vater ist als der biologische, sollte das Kind ihn nie beim gleichen Vati-Papa-Papi-Namen nennen wie den Vater, der sich nicht mehr blicken lässt.
Folgen für das Kind – Wettbewerbsverhalten und Geld
Der häufigste Streitpunkt bei Ex-Partnern bezüglich des Kindes ist das liebe Geld. Die Grundregel lautet auch hier: Niemals vor dem Kind streiten. Wenn im Falle der Unterhaltspflichtverletzung der Vater das Kind abholt, winkt die Kindsmutter ihnen freundlich
hinterher, nimmt ihren Mantel und sucht einen Anwalt oder das Jugendamt auf.
Ein weiterer Streitpunkt ist oftmals, dass die Mama, bei der das Kind meist wohnen bleibt, den Alltag bestreitet und der Papa dem Kind große und viele Geschenke präsentiert. Meist geschieht das im Laufe der Zeit, parallel dazu erhöht sich das Frustpotenzial insbesondere der Mutter. Hier ist ein Treffen auf neutralem Boden angebracht, ohne Kind, bei dem über eine mögliche neue Besuchsregelung gesprochen werden sollte. Vielleicht vermisst der Vater sein Kind, das er früher täglich um sich hatte, und versucht das durch große Geschenke zu kompensieren, ohne der Mutter damit Böses zu wollen.
Ein Wettbewerb schadet dem Kind nur. Klar ist nämlich, dass sowohl Mutter wie auch Vater ihre jeweils wichtige Rolle im Leben des Kindes spielen. Weder kann eine Mutter den Vater ersetzen noch der Vater die Mutter. Also ist keiner besser oder schlechter als der andere.

Wichtig ist bei allem tatsächlich, dass beide Elternteile trotz aller emotional verständlichen Wut lernen, in ihrem Ex-Partner die gute Mutter/den guten Vater ihres Kindes zu sehen und sich zu diesem Zweck einen Umschalt-Mechanismus im Hirn antrainieren, den sie bei Bedarf betätigen können. Übrigens ist dieser rein sachliche Vorgang nicht selten die Basis für einen langfristig tatsächlich guten Umgang der Ex-Partner miteinander.
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